Am Hof von Christian Granitzer tummeln sich in den Sommermonaten hunderte Bio-Weidegänse auf den Wiesen.

Nach einer wild-romantischen Autofahrt, gelangt man auf den Hof von Christian Granitzer in Liesing bei Paternion. Im Sommer erstrecken sich hier saftig grüne Wiesen, mit hunderten von fröhlich schnatternden Kärntner Bio-Weidegänsen.
Seit 1994 arbeitet Christian Granitzer auf seinem Hof biologisch. Zuerst betreibt er als Nebenerwerbslandwirt eine Milchwirtschaft. Fast zehn Jahre später kommen die Weidegänse dazu. Christian Granitzer ist mit seiner Frau Monika Gründungsmitglied der „Arge Kärntner Bio-Weidegans“ und seit 2017 Partnerbetrieb vom Naturpark Weißensee.

Der Start mit fünzig Bio-Weidegänsen war ein Versuch. Informationen über Umgang und Haltung holte sich Christian Granitzer aus dem Internet. Die Liebe zu diesen Tieren war bald geweckt, der Herbst holte ihn allerdings in die Realität zurück und stellte ihn vor ein nicht geahntes Problem.
Die Ganslzeit stand vor der Tür. Aber wie die Gänse schlachten? Bei einem Ganslbauer im Burgenland durfte Christian Granitzer mithelfen, eignete sich so weiteres Wissen an. Trotzdem fiel das vorbereiten der Bio-Weidegänse für die beliebte Ganslzeit am eigenen Hof nicht leicht.

Von der ersten Gans verabschiedete ich mich minutenlang. Ich wusste, ich muss meine Einstellung ändern, sonst wird das nix.

Das Wissen, den Tieren ein schönes Leben geboten zu haben, sein Bestes für die Weidegänse gegeben zu haben, half dann bei den nächsten Schlachtungen. Leicht fällt es aber bis heute noch nicht.

Die Aufzucht

Als „Tagesküken“ kommen die Gänse im Juni auf den Hof von Christian Granitzer, das heißt, sie schlüpfen in der Nacht oder am Morgen und verbringen ihre erste Nacht bereits am Hof.
Fünf Wochen wachsen die kleinen Kücken unter der Wärmelampe. Wenn das Wetter jedoch mitspielt, dürfen sie ab der zweiten Woche in den „Babyauslauf“. Bereits in der ersten Lebenswoche erhalten sie von Hand geschnittenes Grünfutter, um sich daran zu gewöhnen und es besser verwerten zu können.
Ab der sechsten Woche sind die kleinen Gänse echte Kärntner Bio-Weidegänse und genießen bei jedem Wetter den freien Weidezugang auf den Koppelweiden. Nur in der Nacht müssen sie zum Schutz vor Raubtieren in ihren mit Stroh ausgelegten Stall.

Die Gans ist nach dem Pferd eines der edlesten Tiere mit einem tollen Wesen. Sie ist sehr aufmerksam und besser als jeder Wachhund.

Die Ganslzeit

Am 26. Okotber beginnt bei Christian Granitzer die Ganslzeit, da sind die Bio-Weidegänse bereits zwischen 4,5 und fünf Monate alt. Geschlachtet wird dann bis zum ersten Advent, streßfrei am Hof im eigenen Schlacht- und Zerlegeraum. Die Nachfrage ist ständig gestiegen.

Als Direktvermarkter stehe ich hinter meinem Produkt und bürge dafür. Ich kann es nur verkaufen, wenn ich selbst davon überzeugt bin das es passt. In der Bevölkerung hat sich die Wertigkeit zugunsten der Direktvermarkter positiv verändert.

Beliefert wird die Gastronomie und Genuß-Wirte in der Region. Aber auch bei Privatpersonen wird der Bedarf immer größer. Die Gänse können direkt ab Hof, gerupft und ausgenommen, gekauft werden. Eine bratfertige Kärntner Bio-Weidegans wiegt zwischen 3,5 und 6,5 Kilogramm. Durch die ständige Bewegung haben Weidegänse weniger Fett eingelagt als ihre Artgenossen in Ungarn. Trotzdem reicht es noch aus, damit das Fleisch während dem Braten nicht austrocknet. Und: Fett ist ein Geschmacksträger! Das ausgelassene Gänsefett ist sehr hochwertig und kann mit Gewürzen verfeinert zum Kochen und Braten wiederverwendet werden.

  • Kärntner Bio-Weidegans

Christian Granitzer
vlg. Unterliesinger
Liesing 2
9711 Paternion

Telefon: +43 4245/59 79
Mobil: +43 664/914 12 05

http://ktn.bioweidegans.at/default.aspx?ARid=58&SIid=4
christian.granitzer1@gmx.at

Bestellungen werden gerne telefonisch oder per E-Mail entgegengenommen.

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