Am „Sonnhof“ produzieren Sandra Krzisnik und Brigitte Herbsthofer Produkte aus Biohanf.

Hanf ist derzeit wohl das umstrittenste Produkt in unserem Land. Dabei geht es nicht um die Pflanze, die für den Rauschzustand verantwortlich ist, sondern um Industriehanf. Diese jahrtausendealte Nutzpflanze zählt zu den Superfoods, Lebensmittel also, die einen überdurchschnittlich hohen Nährstoffgehalt aufweisen.

Die Hanfpflanze

Brigitte Herbsthofer und Sandra Krzinsik sind Quereinsteiger was die Landwirtschaft angeht. Als Krankenschwester hatte Brigitte Herbsthofer immer schon den gesundheitlichen Aspekt von Hanf im Auge. Vor fünf Jahren entschlossen sie sich, nach dem Kauf eines Biohofes in der Gemeinde Velden, für den Anbau von Biohanf. Der bürokratische Aufwand ist enorm. Jede Fläche, auf der Hanf angebaut wird, muss gemeldet werden. Die Kriminalpolizei (Kripo) kommt unangemeldet um zu kontrollieren. Es darf nur zertifiziertes Hanfsaatgut verwendet werden und natürlich nur Hanfsorten die auch zugelassen sind. Dabei handelt es sich um Hanf, bei dem der Tetrahydrocannabinol (THC) Wert, der den typischen Rauschzustand verursacht, unter 0,3 Prozent liegt. Hanfsorten mit besonders hohen Cannabidiol (CBD) Werten, werden hauptsächlich in der Medizin eingesetzt.

Das Hanfsaatgut ist mit zehn bis zwanzig Euro pro Kilogramm recht teuer und erklärt daher den hohen Preis bei den Produkten. Der Anbau von Biohanf ist recht einfach, da es eine schnell wachsenden und anspruchslose Pflanze ist. Dafür ist die Ernte Ende August, Anfang September eine Herausforderung für Menschen und Maschinen. Die extrem reißfesten Fasern wurden früher zu Seilen oder Segeln verarbeitet.

Verarbeiten alles selbst

Aus dem Hanf produzieren Sandra Krzisnik und Brigitte Herbsthofer die unterschiedlichsten Produkte. Sie vermahlen den Hanf selbst zu Mehl, oder trocknen ihn für verschiedenste Teesorten. Mit einer Spindelpresse wird der Hanf schonend zu köstlichen Bio-Hanföl kalt gepresst. Außerdem werden noch Hanfnudeln, Knabberhanf, Müsliriegel und noch vieles mehr aus dem Bio-Hanf produziert und im Hofladen verkauft.
Im Sortiment finden sich allerdings noch andere Öle, die nur saisonal erhältlich sind. Genauso wie Forellen oder Saiblinge je nach Verfügbarkeit aus dem eigenen Teich, Wild, Aufstriche oder Gulasch im Glas. Verarbeitet wird alles was die Natur im Jahreskreislauf zu Verfügung stellt.
Ein Blick lohnt sich im Hofladen auch in den Nachbarraum. Dort findet man handgemachte Seifen und noch mehr mit viel Liebe herstellte Deko- und Geschenksartikel.

Regionale Lebensphilosophie

Zu 70 Prozent produziert die Familie ihre benötigten Lebensmittel selbst.

Bei uns ist „regional“ eine Lebensphilosophie. In den Hofladen kommen nur Produkte, die wir selbst essen und von uns produziert wurden.

Die Rezepte zum Einkochen von Marmeladen und vielen mehr, stammen noch von der Großmutter. Der eigene Garten liefert, je nach Saison, die besten Produkte. Dass sie am richtigen Weg sind, fühlen die Beiden am eigenen Körper. Krank waren sie schon lange nicht mehr.

  • Bio-Hanföl
  • Bio-Hanfnudeln
  • Bio-Hanfkräutertee
  • Bio-Hanfprotein
  • u.v.m.

Sonnhof Kulinarik
St. Egydenerstraße 412
9536 St. Egyden

Mobil: +43 664 2319379

sonnhof-velden@a1.net

http://www.sonnhof.me/

Öffnungszeiten Hofladen:
Donnerstag von 9-12 Uhr und von 15-19 Uhr
Freitags von 9-14 Uhr
(Feiertags geschlossen)

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