Speziell bei Olivenöl wird gerne und viel Etikettenschwindel betrieben. Olivenölexperte Manuel Wulz erklärt wie man ganz einfach hochwertiges Olivenöl erkennt.

Es stimmt schon, wenn Sie sich fragen, was hat Olivenöl mit einer regionalen Hompage zu tun? Trotz Klimawandel werden wir in unserem wunderschönen Kärnten keine Olivenbäume pflanzen. Trotzdem verwenden wir es sehr gerne und außerdem ist Olivenöl gesund. Ein wahrer Spezialist in Sachen Olivenöl ist Manuel Wulz. Er ist Olivenölsomelier (ja das gibt es wirklich) und betreibt in Villach einen kleinen aber feinen Laden. Es lohnt sich bei ihm vorbeizuschauen, vor allem weil man das Olivenöl vor dem Kauf auch verkosten kann. Er erklärt wie einfach man gutes von schlechtem Olivenöl unterscheiden kann.

Mit Olivenöl verhält es sich wie mit Wein. Viele Faktoren spielen bei der Qualität eine Rolle. Wie war die Witterung, wann der Erntezeitpunkt und vor allem wie wurde geerntet. Schon Kleinigkeiten reichen, um bei der Ernte die Qualität von Olivenöl negativ zu beeinflussen.

Oft ist auf Etiketten von Olivenölflaschen „native extra“ oder „extra vergine“ zu lesen. Es ist die höchste Güteklasse von Olivenöl und wird rein mit mechanischen Verfahren gewonnen. Gleichzeitig bedeutet es aber leider nicht, dass es auch ein qualitativ hochwertiges Öl ist. Italien allein könnte niemals seinen eigenen Bedarf an Olivenöl abdecken, daher wird in Spanien und Griechenland eingekauft und dann das Öl miteinander vermischt. Dementsprechend leidet auch die Qualität darunter.

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Geruch und Geschmack

Grundsätzlich kann man gutes Olivenöl nur dann erkennen, wenn man mehrere Öle verkostet. Bei Olivenöl gibt es zwei ganz entscheidende Faktoren: den Geruch und den Geschmack. Man muss über keinen ausgeprägten Geruch- oder Geschmacksinn verfügen, um ein hochwertiges Öl zu erkennen. Unwesentlich hingegen ist die Farbe des Öles, sie sagt nichts über die Qualität aus!

Verlassen Sie sich beim Verkosten ganz auf ihre Nase. Einen kleinen Schluck Olivenöl (Zimmertemperatur) in einen Becher geben und leicht schwenken. Der Geruch, den das Öl ausströmt, sollte Sie an Gras, Kräuter, Zitrone oder aber auch an Tomaten und Äpfel erinnern. Schlägt Ihnen allerdings ein modriger, stichiger oder säuerlicher Geruch entgegen ist bei der Ernte, Produktion oder Lagerung einiges daneben gegangen.

Auf das Riechen folgt das Schmecken. Hochwertiges Olivenöl kann fruchtig, bitter oder scharf schmecken. Das Öl mit der Luft durch die Zähne ziehen und die Aromen wirken lassen.

Delikat oder intensiv

Delikatere Öle, deren Aromen nicht sehr stark ausgeprägt sind, empfiehlt der Experte für Salate, Soßen oder zum Bespiel für Caprese. Schärfere Öle eignen sich hervorragend für Fleischgerichte und intensive Salate wie Rucola oder Radicchio.

Natürlich kann man Olivenöl auch zum Anbraten von Fleisch verwenden, es eignet sich sogar ganz hervorragend dafür. Allerdings sollte dafür nur klares, gefiltertes Öl verwendet werden.

„Da die Produktion von Olivenöl sehr aufwendig ist, ist natürlich auch der Preis etwas höher als bei anderen Ölen. Das Preisbewusstsein des Konsumenten ist hier gefragt“, sagt Wulz. Trotzdem verhält es sich mit dem Preis so wie mit dem Aussehen von Olivenöl – er sagt nichts über die Qualität aus.  15,– bis 20,– Euro für einen halben Liter Olivenöl fällt noch unter Normalpreis, alles was sich darüber hinaus bewegt ist allerdings übertrieben.

Noch mehr über Olivenöl lesen Sie hier: http://truetaste.at/der-geschmack/

  • Olivenöle

Strong Fellow – True Taste, Manuel Wulz

Getreideweg 3, 9500 Villach

T +43 660 55 000 10, office@truetaste.at

Öffnungszeiten: Dienstag, 16:00 – 20:00 Uhr  und  Freitag, 14:00 – 18:00 Uhr

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