Bei der 8. Kärntner Käse-, Joghurt- und Butterprämierung 2017 war Christian Mayrbrugger vom Mallhof in Bad Kleinkirchheim mit 13 Medaillen der erfolgreichste Teilnehmer. Mit uns hat er über seinen Erfolg und die Einstellung zu Bio-Lebensmittel gesprochen.

Mei-Marktl: Zuerst dürfen wir Ihnen zu diesem ausgezeichneten Erfolg gratulieren. Für den Mallhof ist 13 wohl eine Glückszahl. Wie schafft man das?
Christian Mayrbrugger: Wir waren selbst von diesem Ausmaß des Erfolges überrascht. Wir haben natürlich schon viele Produkte von der Kuh, Schaf und seit heuer von der Ziegenmilch, die wir auch eingereicht haben. Aber wir haben uns keinen Streß mit der Prämierung gemacht, weil wir eigentlich nur ein Feedback haben wollten, wo wir mit unseren Produkten stehen.
Eingereicht haben wir Produkte, die man bei uns am Markt oder im Geschäft kaufen kann. Die Herstellung dieser Produkte hat natürlich schon mit Erfahrung und Routine zu tun. Es ist wie bei einem Koch. Der Ablauf ist immer derselbe, aber man muss sich auch mit dem Produkt auseinandersetzen.

Mei-Marktl: Den Mallhof gibt es von Beginn an am Bio-Bauernmarkt in Villach, also seit 20 Jahren. Was hat sich in diese Zeitspanne alles getan.
Christian Mayrbrugger: Am Anfang wurden wir von vielen belächelt und als Spinner abgetan, besonders in ländlichen Regionen. In der Stadt war man da schon etwas, nennen wir es toleranter. Die große Blütezeit war dann 2003/04. Es war schick „bio“ einzukaufen und spezielle Lebensmittel mitzubringen. Der persönliche Kontakt zu unseren Kunden ist heute vielen wichtig und der Einkauf am Bio-Bauernmarkt wird zu einem Erlebnis.

Mei-Marktl: Was muss sich ändern, um die Menschen noch mehr auf den Bio-Markt zu holen?
Christian Mayrbrugger: Das gemeinsame Essen zu Hause muss einen größeren Stellenwert erfahren. Schon die Kleinsten essen heutzutage auswärts im Kindergarten, im Hort, in der Nachmittagsbetreuung. Der Wille allein, sich mit gesunden und qualitativ hochwertigen Lebensmitteln zu ernähren, reicht nicht aus. Man muss es schon auch tun.

Mei-Marktl: Jetzt haben Bio Produkte allerdings nicht unbedingt den Ruf günstig zu sein.
Christian Mayrbrugger: Das mag schon stimmen, aber die Qualität der Lebensmittel ist eindeutig besser und gesünder. Man darf nicht vergessen, alles was man isst, ist der Treibstoff für den eigenen Körper. Beim Kauf eines Autos ist die Marke wichtig, man achtet auf die Qualität der Kleidung, aber der eigene Körper ist einem nichts wert?
Die Tierhaltung ist am Biohof viel aufwändiger als bei der konventionellen Produktion. Es dürfen keine Medikamte verwendet werden, beim Ackerbau darf nicht gespritzt werden. Die Erträge sind viel geringer, sind aber von einer besseren Qualität. Es nützt der beste Koch nichts, wenn die Qualität beim Fleisch nicht passt.

Mei-Marktl: Vor einem halben Jahr haben Sie ein kleines Geschäft beim Neukauf EKZ, direkt beim Merkur Markt übernommen. Wie schaut Ihre Zwischenbilanz aus?
Christian Mayrbrugger: Mit dem Geschäft sind wir für unsere Kunden zeitlich flexibel, was am Bio Bauernmarkt nicht der Fall ist. Das war eine Thematik die wir damit gelöst haben. Wir sprechen mit dem Geschäft, in dem man übrigens die gleichen Produkte erhält wie am Bio Bauernmarkt, eine ganz andere Kundenschicht an. Es kommen viele junge Familien, die freitags keine Zeit für den Bio Bauernmarkt haben, aber eine Wertschätzung für die Produkte mitbringen. Ein weiterer Vorteil ist der Parkplatz direkt vor dem Geschäft, man muss nichts mehr durch die Gegend schleppen. Viele kaufen zuerst bei uns ein und gehen erst dann zum Merkur weiter.

Mei-Marktl: Der Mallhof hat sich mit Bio Bauern aus der Region zusammengeschlossen, warum das?
Christian Mayrbrugger: Weil es nicht viele Alternativen für die Bauern gibt. Am Anfang waren es ein paar Idealisten, inzwischen kommen die Bauern auf mich zu. Wie am Anfang schon erwähnt, haben wir erst seit einem Jahr Produkte von der Ziegenmilch in unserem Sortiment und es kommen immer mehr.

Mei-Marktl: Danke für das Gespräch!

Und das sind die Produkte für die der Mallhof ausgezeichnet wurde:

Gold:
Kuh-Cremetopfen
Schaf-Cremetopfen
Schaf-Joghurt Erdbeere

Silber:
Ziegen-Bio-Cremetopfen
Rohmilch-Sauerrahmbutter
Bio-Schafjoghurt Mocca
Schafjoghurt Mango Vanille
Bio-Waldfrucht-Joghurt

Bronze:
Camembert
Schaf-Camembert
Camembert mit Nüssen
Schaf-Naturjoghurt
Bio-Joghurt Mocca

  • Bio Milchprodukte von der Kuh, Schaf und Ziege
  • Bio Frischfleisch vom Jungrind
  • Bio Fleischprodukte
  • Bio-Marmeladen und Honig
  • Bio-Essige und Öle, Fruchtsäfte und Sirup
  • Müsli, Bio-Brot und Gebäck
  • Kärntner Kasnudeln, Leberknödel und Kaspressknödel

Mallhof
Christian Mayrbrugger
Dorfstraße 29
9546 Bad Kleinkirchheim

Telefon: 04240 8332
office@mallhof.at

www.mallhof.at

https://www.facebook.com/mallhof.at/?hc_ref=SEARCH

Hofladen Bad Kleinkirchheim (Mo-Fr 8 bis 16 Uhr, Samstag 8 bis 12 Uhr)
Benediktinermarkt Klagenfurt (Do-Sa 8 bis 12 Uhr)
Neukauf Villach (Mo-Fr 9 – 18:30 Uhr, Sa 9 bis 18 Uhr)
Biobauernmarkt Villach (Fr 9 bis 15 Uhr)

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